CSD Wendland

2022 - 10 Jahre CSD im Wendland!

In eigener Sache der langjährigen Wendland CSD Initiatoren

Wir sind wieder zurück... 
nicht zuletzt durch unsere namentliche und kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit für queere Interessen und Rechte ist der Wendland CSD deutschlandweit vermutlich die kleinste, "aber auch mittlerweile mit bekannteste Christopher Street Day-Parade", EJZ 16. Juni 2021.

Danke schön an alle, die uns unterstützt haben!

Den erstmaligen CSD Wendland Altmark 2021 in Lüchow, für den wir Euch um Eure Solidarität baten, haben wir umfänglich im Hintergrund und auch aktiv als Ordner unterstützt. 

CSD Wendland 2022

Aus gegebenem Anlass werden wir 2022 wieder deutlich Flagge zeigen: die Vorbereitungen für den Pride 2022 des CSD Wendland laufen. U.a. planen wir eine Ausstellung zum 10. CSD im Wendland mit Raum zur Selbstdarstellung queerer Gruppen und Aktivitäten im Wendland, in der Altmark und in der Umgebung. Wir werden Euch hier bald informieren.

Wir sehen uns bald wieder und bleibt gesund!

Herzlichst, Carsten Krüger und Heinz Laing, die Initiatoren des Wendland CSD. 

Bundestagswahl am 26.09.2021: Queere Interessen in den Bundestag!

Vor dem Hintergrund der Bundestagswahl am 26.09.2021 geben wir hier Reaktionen der aktuellen Bundestagsabgeordneten Wahlkreis Lüneburg - Lüchow-Dannenberg und Altmark wieder, die wir am 10. März 2021 schriftlich aufgefordert hatten, die Ergänzung des Artikel 3 Absatz 3 GG um das Merkmal der sexuellen Identität noch in dieser Legislaturperiode zu unterstützen (nähere Infos weiter unten).

Dr. Julia Verlinden, MdB  Bündnis90 / Die Grünen, kandidiert wieder auf Platz 5 der niedersächsischen Landesliste und als Direktkandidatin des Wahlkreises Lüneburg - Lüchow-Dannenberg. Sie antwortet per e-mail am 01.04.2021:

...
vielen Dank für Euren Brief und Eure Unterstützungsaktion zur Ergänzung des Artikels 3 Absatz 3 GG.

Ich freue mich über Eure Aktivitäten, die örtlichen Bundestagsabgeordneten zu einer Grundgesetzänderung noch in dieser Legislaturperiode zu bewegen! Der Gesetzentwurf wurde jetzt lange genug beraten und es gibt Signale aus den Regierungsfraktionen, die auf die notwendige zweidrittel Mehrheit hoffen lassen! Ich möchte Euch zur Info auf diesen Artikel aus der (sonst nicht sehr progressiven) FAZ hinweisen:

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/lgbtiq-kampagne-gleiches-recht-fuer-alle-17212692.html

Als Teilnehmerin des CSD-Wendland fühle ich mich der Community natürlich sehr verbunden, habe den Appell www.grundgesetz-fuer-alle.de unterzeichnet und würde mich freuen, wenn wir diesen Gesetzentwurf gemeinsam zum Erfolg bringen könnten.

Für Eure weiteren Aktivitäten wünsche ich viel Erfolg - und unserer gemeinsamen Sache ebenso!

Mit besten Grüßen

Julia Verlinden

Dr. Marcus Faber, MdB FDP, kandidiert wieder auf Platz 1 der Landesliste Sachsen-Anhalt und als Direktkandidat des Wahlkreises Altmark. Er antwortet schriftlich am 25.03.2021:

...
Wie Sie sicherlich wissen, setzen wir Freie Demokraten uns für Vielfalt und Wertschätzung in der Gesellschaft und somit auch gegen Homo- und Transphobie ein. Diese menschenfeindlichen "Einstellungen" sind neben Rassismus und Antisemitismus der Reproduktionsboden, auf dem Diskriminierung, Gewalt und Extremismus gedeihen.

Daher begrüße ich eindringlich den von uns mitinitiierten Gesetzesentwurf zur Ergänzung des Art. 3 (3) GG um das Merkmal der sexuellen Identität. Diese Ergänzung, fest verankert im Grundgesetz, wird der queeren Community zukünftig Schutz vor Diskriminierung, ob von staatlicher oder gesellschaftlicher Seite, bieten und geschehene Ungerechtigkeit, wie zum Beispiel die Strafverfolgung nach §175 StGB nicht wieder möglich machen. Obwohl es sich hierbei um einen Meilenstein handelt, weiß ich, dass noch viel strukturelle Arbeit zu leisten ist und die Bemühungen um eine gleichberechtigte Stellung der queeren Community keinesfalls am Ende sein könnnen.

Sie können sich meiner Unterstützung sicher sein! Für Ihr zukünftiges Engagement wünsche ich Ihnen viel Erfolg. Selbstverständlich stehen mein Team und ich Ihnen für Fragen und weitere Anliegen jederzeit zur Verfügung

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Marcus Faber

Eckard Pols, MdB CDU, kandidiert wieder auf Platz 17 der niedersächsischen Landesliste und als Direktkandidat des Wahlkreises Lüneburg - Lüchow-Dannenberg. Er äußert telefonisch am 12.03.2021 sein Verständnis für den Gesetzesentwurf, er gibt sinngemäß zu verstehen, dass man jetzt nichts überstürzen dürfe.

Von Matthias Höhn, MdB DIE LINKE (Wiederkandidatur Listenplatz 4 Sachsen-Anhalt und direkt im Wahlkreis Altmark) sowie Eckhard Gnodtke, MdB CDU (kandidiert nicht wieder), haben wir keine Antworten erhalten.

Der Gesetzesentwurf wurde für die laufende Legislaturperiode leider von der Tagesordnung genommen. Wir werden uns für eine neue Initiative in der kommenden Legislaturperiode einsetzen und unsere Abgeordneten im Bundestag anfragen.

Auch in Salzwedel zeigen wir am 23. Juni 2021 Präsenz und setzen ein Zeichen für Vielfalt.

 



Unterstützt die Petition:

Bis heute im Jahre 2021 sind queere* Menschen vom Schutz vor Diskriminierung im Grundgesetz ausgeschlossen. Gemeinsam können wir das jetzt ändern, indem wir die Petition unterschreiben.

*queer: lesbisch, schwul, bi-, trans-, intersexuell (LGBTIQ) 

Entwurf des Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Änderung des Artikels 3 Absatz 3 - Einfügung des Merkmals sexuelle Identität)

In einem Schreiben vom 10. März 2021 an die Bundestagsabgeordneten aus dem Altmarkkreis Salzwedel und Lüchow-Dannenberg Dr. Julia Verlinden (BÜNDNIS90 / DIE GRÜNEN), Eckhard Gnodtke (CDU), Eckhard Pols (CDU), Matthias Höhn (DIE LINKE) und Dr. Marcus Faber (FDP) fordern wir dazu auf, die Ergänzung des Artikel 3 Absatz 3 GG noch in dieser Legislaturperiode zu unterstützen, siehe auch folgende Presseinformation:

Presseinformation Ergänzung Art. 3 Abs. 3 GG um das Merkmal sexuelle Identität
Pressinformation CSD Wendland Altmark - 11.03.2021.pdf (106.31KB)
Presseinformation Ergänzung Art. 3 Abs. 3 GG um das Merkmal sexuelle Identität
Pressinformation CSD Wendland Altmark - 11.03.2021.pdf (106.31KB)

Rückblick:

Christopher Street Day CSD (Pride) am 25. Juli 2020 im Wendland

 Mit nahezu 500 Teilnehmenden setzten wir mit dem Motto

Aufstehen gegen Hass und Diskriminierung!

ein deutliches Zeichen für

Vielfalt, Respekt, Toleranz und Solidarität.

Wir erreichten eine bundesweite Medienresonanz, z. B.:

tagesschau 20 Uhr, 25.07.2020, Minute 8:38
Hallo NIEDERSACHSEN, 25.07.2020
wendland-net.de, 26.07.2020
ZEIT ONLINE, 26.07.2020
BILD, 26.07.2020: Sichtbarkeit, wo sie oft fehlt

Das Organisationsteam des CSD Wendland bedankt sich ganz herzlich bei allen Gästen, Teilnehmenden, Ordner*innen sowie Helfer*innen für Euren Einsatz unter erschwerten Corona Hygiene-Auflagen. 

Zum CSD im Wendland 2020 wurden erstmals das Kreishaus des Landkreises Lüchow-Dannenberg und die Rathäuser der  

  • Gemeinde Clenze
  • Gemeinde Karwitz
  • Samtgemeinde Lüchow (Wendland)
  • Samtgemeinde Elbtalaue (Dannenberg und Hitzacker)
  • Samtgemeinde Gartow

mit der Regenbogenflagge beflaggt. 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten!


CSD Wendland - Unsere politischen Ziele

Gleichberechtigung aller Menschen

Jedes Jahr treten wir mit dem Christopher Street Day CSD bzw. Pride iWendland für ein gleichberechtigtes Leben aller  Menschen in der Region Wendland, Elbtalaue, Altmark, Uelzen, Lüneburg und darüber hinaus ein - unabhängig von deren sexueller Identität und Orientierung, Herkunft, Religion und Hautfarbe. Dieses sind unsere allgemeinen Ziele seit 2013.

Wir sehen uns als queere* Menschen mit der Ehe für alle der Gleichberechtigung deutlich näher gekommen. Dennoch sind wesentliche Forderungen der queer community noch nicht umgesetzt: siehe unsere Forderungen.

Wir begrüßen, dass die deutsche Regierung die geschlechtliche Vielfalt respektiert. In ihrem Regierungsprogramm fordert sie ein freies und sicheres Leben aller Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Identität, und sie verurteilt hierin Homosexuellen- und Transfeindlichkeit. Sie wirkt jeder Diskriminierung entgegen.

Leider jedoch sind jüngst die homo- und transphob motivierten Straf- und Gewalttaten stark angestiegen.

Deshalb wollen wir mit dem CSD (Pride) im Wendland unser Recht auf ein gewalt- und diskriminierungsfreies Leben als queere Menschen zum Ausdruck bringen. Und darüber hinaus zeigen wir:

Solidarität mit Menschen, die Ziel von Hass, Diskriminierung und Gewalt sind

In Anbetracht von Hass, Hetze und Gewalt gegen Menschen anderer Herkunft, Glaubens oder politischer Meinung wollen wir uns mit  Menschen, ob Asylbewerbern, Flüchtlingen, Menschen mit Migrationshintergrund, religiösen Minderheiten solidarisieren, für deren Rechte und Sicherheit eintreten.

Die Rechte von Minderheiten betreffen die gesamte Gesellschaft!

Wir wenden uns gegen jeden Hass und gegen jede Gewalt oder Gewaltandrohung auch gegen PolitikerInnen oder öffentliche Repräsentanten und Funktionsträger. 

Hass und Gewalt dürfen und können keine Form politischer Auseinandersetzung sein!

Eintreten gegen Hass, Diskriminierung und Gewalt

Die Hass-Kultur, die insbesondere in "Sozialen Medien" von rechtsextremen Gruppen und Parteien wie der AfD befördert wird, richtet sich gegen alle Menschen, die von den eigenen Vorstellungen dessen, was "deutsch" zu sein hat, hinsichtlich Herkunft, Religion, sexueller Identität und Orientierung sowie geschlechtlicher Rollenbilder abweichen. 

Nicht zuletzt veranlasst durch den Mord an den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sehen sich demokratisch gewählte Bürgermeister in Deutschland in ihrem Amt aufgrund von Hass-Drohungen gefährdet oder legten ihr Amt bereits nieder - eine unerträgliche Entwicklung! 

Grundsätzlich wenden wir uns gegen jeglichen Hass, jegliche Diskriminierung, Gewalt und Kriminalität.

CSD Wendland - Unser Motto 2020 und auch weiterhin: 
Aufstehen gegen Hass und Diskriminierung!

Motto 2020: Aufstehen gegen Hass und Diskriminierung!

Mit unserem diesjährigen Wendland Pride wenden wir uns ganz klar gegen die Diskriminierung und den Hass, der insbesondere von rechten Gruppen gestreut wird. Wir solidarisieren uns mit den Menschen, die Ziel von Hass und Diskriminierung sind. 

Wir treten ein für

Offenheit

Solidarität

Toleranz

Gleichberechtigung

Respekt

Vielfalt

Unser Demonstrationsaufruf:

Wir fordern jeden Menschen auf, sich unserem Pride bzw. unserer CSD Demonstration gegen Hass und Diskriminierung anzuschließen.

Niemandem darf die Gefahr von extremistischen Gruppen und Parteien - insbesondere von rechts - gleichgültig bleiben. Tretet ein für unsere Grundwerte, die unsere Gesellschaft lebenswert machen.

Es ist Zeit aufzustehen und deutlich zu machen: Wir sind mehr!




 Impressum: Carsten Krüger, Alte Jeetze 32, 29410 Salzwedel, Tel. 03901 3081230, carsten.krueger@csd-wendland.de
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